Grüne wollen bei papieraufwendigem System bleiben

Dass Deutschland bezüglich der digitalen Technik nicht gerade auf den vorderen Plätzen in der Welt steht, ist keine Neuigkeit. In Schwarzenbruck ist das mindestens in einem Punkt  genauso: In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates beantragte die CSU-Fraktion die “Förderung des papierlosen, digitalen Ratsinformationssystems.” Mit anderen Worten: Die Verwaltung muss noch viel zu oft Dokumente und Protokolle für den Gemeinderat kopieren, sortieren und mit einem PKW extra zustellen. Dieses veraltete papier- und zeitaufwendige System wollte die CSU dadurch beenden, indem sie beantragte, jedem Rat und jeder Rätin eine monatliche Pauschale von 10 Euro zukommen zu lassen, um der Gemeinde die Anschaffung von Tabletts und Notebooks zu ersparen.

Im Normalfall ist die grüne Fraktion sofort bereit, “Stopp” zu rufen, wenn es um Bäume und Verkehr geht. Der Antrag der CSU jedoch wurde rundweg abgelehnt. Kommentarlos. Und mehrheitlich mit manchem Kommentar seitens der anderen Fraktionen. Damit ist die digitale Technik in der Gemeinde erneut bis auf weiteres vertagt. NP

Moderne Computertechnologie ist bei der grünen Gemeinderatsfraktion nicht erwünscht. Foto: photocase