Schwarzenbruck – Auf Einladung des CSU-Ortsverbandes Schwarzenbruck war der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann, am 24. Februar zu Gast im Café Beck.

Bürgermeisterkandidat Alexander Vitzthum begrüßte gemeinsam mit weiteren Vertretern des Ortsverbandes den Minister sowie die zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürger bei Kaffee und Krapfen. Unter den Zuhörern befanden sich zahlreiche CSU-Gemeinderatskandidaten sowie der Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel.

Herrmann betonte gleich zu Beginn, dass er „sehr gerne“ der Einladung der Zweiten Bürgermeisterin Petra Hopf nach Schwarzenbruck gefolgt sei – gerade mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen. Diese würden oft unterschätzt, mahnte der Innenminister. Während Bundestags- und Landtagswahlen große Aufmerksamkeit erhielten, bleibe die Wahl vor Ort mitunter im Schatten. „Das ist ein grober Irrtum“, so Herrmann. Denn in den Gemeinden würden die entscheidenden Weichen gestellt: Ob neue Wohn- oder Gewerbegebiete ausgewiesen, Straßen gebaut oder Kindergärten errichtet werden – all das liege in der Verantwortung der kommunalen Gremien.

Die kommunale Selbstverwaltung sei ein hohes Gut. Umso wichtiger sei es, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Nur alle sechs Jahre haben Sie die Möglichkeit, hier die Richtung festzulegen“, appellierte Herrmann an die Bürger. Er rief dazu auf, im Freundes- und Bekanntenkreis für eine hohe Wahlbeteiligung zu werben.

Mit Blick auf die internationale Lage – vom Krieg in der Ukraine bis zu globalen politischen Entwicklungen – unterstrich der Innenminister die Bedeutung von Stabilität und Sicherheit im eigenen Land. Bayern sei seit Jahren das sicherste Bundesland, erklärte er unter Verweis auf die Statistik des Bundeskriminalamts. Mit rund 4.200 Straftaten pro 100.000 Einwohner liege der Freistaat deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Im Nürnberger Land sei die Zahl mit etwa 2.700 Straftaten sogar noch niedriger. Herrmann dankte ausdrücklich der Polizei für ihre engagierte Arbeit.

Ortsvorsitzender Jürgen Hopf bedankte sich nochmals ausdrücklich für den Einsatz des Innenministers bei der Umsetzung des Modellversuchs mit einem nächtlichen Tempolimit von 30 km/h auf dem innerörtlichen Teil der B8 in Ochenbruck. Auf Nachfrage erklärte Herrmann, eine Ausweitung des Tempolimits prüfen zu wollen.

Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel nutzte die Gelegenheit, um sich für den Besuch des Staatsministers und dessen Unterstützung für Schwarzenbruck und das Nürnberger Land zu bedanken. Zugleich stellte er Alexander Vitzthum als geeigneten Bürgermeisterkandidaten heraus – „als Kopf, Spitze sowie Ideen- und Impulsgeber“ für die Gemeinde.

Beim anschließenden Austausch im Café Beck blieb noch Zeit für Gespräche über lokale Themen. In entspannter Atmosphäre wurde deutlich: Die Kommunalwahl wirft ihre Schatten voraus – und die CSU setzt in Schwarzenbruck auf Geschlossenheit und klare Akzente vor Ort.